Der Jahresrückblick 2018!

Wie jedes Jahr hat auch 2018 durch viele Spiele, Serien, Filme und Musik auf Trapp gehalten. Seit meinem Halb-Jahresrückblick kam viel neues hinzu und einige meiner Favoriten haben sich geändert. Welche das sind, was mein absolutes GOTY ist und auf was ich mich 2019 freue, lest ihr hier nun im Jahresrückblick 2018. 

Filme

The Greatest Showman

Auch in der zweiten Jahreshälfte gehört The Greatest Showman für mich immer noch zu meinen Lieblingsfilmen 2018. Als Musical-Fan holt mich die unterhaltsame Story von dem Familienvater P.T. Barnum (gespielt von Hugh Jackman), der seiner Familie ein besseres Leben ermöglichen will und so einen Zirkus gründet, einfach ab. Besonders tiefgründig mag diese Geschichte vielleicht nicht sein, dennoch beinhaltet diese die Philosophie nie aufgeben zu dürfen und immer an seine Träume zu glauben. Zu dem unglaublich talentierten Cast, allen voran natürlich Hugh Jackman (von dem ich sowieso ein großer Fan bin), Zendaya und Zac Efron, kommen die bunten Choreografien, die Kostüme und natürlich der ins Ohr gehende Soundtrack, der aufgrund seiner Chartstauglichkeit auch Nicht-Liebhabern von Musicals gefallen könnte. Nicht umsonst wurde bereits ein Cover Album der Hits herausgebracht, wovon SängerInnen und Bands wie P!NK und Panic! At the Disco ein Teil davon sind.

Deadpool 2 (+ 1)

In einem Jahr wo viele Marvel-Filme und gerade ein solch großer Blockbuster wie Avengers 3: Infinity War in den Kinos gelaufen sind, scheint es merkwürdig zu sein, dass ein vergleichsweise kleiner Super-Helden Film aus dem X-Men Universum zu meinen Top-Filmen dieses Jahr gehört. Aber die “Familiengeschichte” rund um Wade Wilson im zweiten Teil, der sich nach einem Schicksalsschlag plötzlich um einen jungen Mutanten kümmern und so in eine Vaterrolle schlüpfen musste, hat mich viel emotionaler unterhalten, als es der Avenger Epos konnte. Unpopular Opinion, ich weiß. Deadpool 2 brillierte aber mit seinem typischen Humor, dem Plottwist am Ende und mit Cable, einem mehr als interessanten Bösewicht.

Was Superhelden-Filme angeht so muss an dieser Stelle auch unbedingt der kürzlich erschienene Spider-Man-Animationsfilm Spider-Man: Into the Spiderverse stehen. Dieser erzählt nämlich die Geschichte eines ganz anderen Spider-Mans. Miles Morales, der Fans des Spidey-Titels auf der PS4 bekannt sein dürfte, muss sich nämlich erst in seine neue Rolle als Spinnenmann einfinden, denn auch er wurde von einer radioaktiven Spinne erwischt. Das Endergebnis von witzigen und smarten Dialogen, einem fetzigen Soundtrack und grandiosen Animationen ist ein wundervoller und liebenswürdiger Superhelden-Film, der uns auch Peter Parker von einer anderen Seite kennenlernen lässt.

Bohemian Rhapsody

Der beste Film des Jahres ist für mich aber ganz klar Bohamian Rhapsody. Die Geschichte rund um Freddie Mercury und seine Band Queen hat mich im Kinosaal so mitgerissen, wie es lange kein Film getan hat. Seit Mr. Robot bin ich davon überzeugt, dass Rami Malek einer der besten Schauspieler ist die es momentan so gibt und in Bohamian Rhapsody konnte er sein Potenzial voll ausleben und neue Facetten zeigen. Wo der Film mit der Realität vielleicht nicht zu hundert Prozent übereinstimmt, hat er dennoch ein stimmiges und respektvolles Bild der Jahre mit Queen gezeichnet und ich ärgere mich nicht früher geboren worden zu sein, sodass ich Queen noch hätte live miterleben können. Bohamian Rhapsody strotzt nur so mit großartigen Inszenierungen der beliebten Queen Songs und wo in einem Moment die ersten Töne des gleichnamigen und wohl beliebtesten Queen Songs erklungen sind, bestand mein ganzer Körper aus Gänsehaut. Bohamian Rhapsody hat es geschafft dass ich mich im Kinosaal wie auf einem Live-Konzert gefühlt habe und ich sehr frustriert war, dass das Kino bei We Will Rock You nicht aufgesprungen ist und mitgeklatscht hat. Kein Moment im Kino hat sich gezogen und als der Film nach guten zwei Stunden vorbei war, war ich fast enttäuscht. Ich hätte noch weitere drei Stunden im Kino sitzen und dem Schauspiel auf der Leinwand zuschauen können.
Noch Tage darauf sind bei mir sämtliche Queen-Playlists durch die Wohnung geschallt und auch jetzt noch denke ich freudig an diesen wundervollen Film zurück.

Joseph Mazzello, Rami Malek, Gwilym Lee, and Ben Hardy in Bohemian Rhapsody (2018)
Rami Malek als Freddie Mercury in Bohamian Rhapsody (2018, Bild: imdb)

Serien

Haus des Geldes

Für mich als eigentlich ein Freund von amerikanischen Serien kam mit Haus des Geldes endlich eine europäische Produktion, die mich, nicht so wie die ebenso europäischen Serien wie Dark oder The Rain, die einen faden Beigeschmack hinterliesen, restlos begeistert hat.  Die Story rund um einen Professor der mit einigen Kriminellen den perfekten Clou plant, nämlich das Ausrauben der spanischen Banknotendruckerei, war an Spannung kaum zu überbieten und das obwohl die eigentlichen Schauplätze der Serie ziemlich begrenzt waren und somit kaum Abwechslung oder tolle Sets aufkamen. Der Hauptbestandteil der Serie spielt sich nämlich innerhalb der Banknotendruckerei ab, in der die Charaktere Leute als Geiseln gefangen halten. So ergeben sich während der Handlung Liebesgeschichten und andere Dramen und man fiebert dem Ende entgegen und ist gespannt, ob die bunt zusammengewürfelten Charaktere den perfekten Bankraub wirklich vollziehen können. Haus des Geldes oder im Originaltitel La Casa de Papel ist eine klare Serienempfehlung meinerseits.

The End of The Fxxing World

Die Serie rund um zwei Teenager die von zuhause abhauen und auf ihrem Weg zueinander finden ist eines der besten Netflix Originals dieses Jahr. Die zwar nur in 8 Episoden verpackte Geschichte hält die perfekte Balance zwischen Comedy und Drama. So findet sich zwischen abstrusen Dialogen, witzigen Gags und herzerwärmenden Momenten auch ernsthaftere Thematiken wie Selbstfindung, Verlustängsten, Sexualität, Konsens und schlichtweg Liebe. Was davon übrig bleibt ist eine tiefgreifende emotionale Geschichte mit einem schockierenden Ende. Ich bin gespannt, was Staffel 2 bereit halten wird. (Hier geht’s zum Review.)

BoJack Horseman 

Dass BoJack Horseman zu meinen absoluten Lieblingsserien gehört ist ja kein Geheimnis mehr. Dieses Jahr habe ich vor Release der 5. Staffel einen Rewatch eingelegt, um die schönsten und traurigsten Momente rund um BoJack und seine Freunde nochmal zu erleben. BoJack Horseman ist diese Art von Serie, die man gefühlt gar nicht oft genug sehen kann. Sie wird einfach nicht langweilig. Der Mix aus abstrusem Humor, Zynismus und Running Gags führt einen langsam aber eindringlich an das ernste Thema der psychischen Krankheiten heran. Die Serie versteht es einfach, obwohl sie mit ihren Tier-Menschen so surreal zu sein scheint, die Karten offen auf den Tisch zu legen und die bittere Realität, in der nicht nur die Bewohner von Hollywoo, sondern auch wir leben, zu porträtieren und zu karikieren. In der 5. Staffel von BoJack Horseman spielt das gebeutelte Pferd den Detektiv mit dem Namen Philbert, dessen Lebensstil und Gemütszustand ziemlich dem von BoJack selbst ähnelt. Diese Thematik zieht sich durch die ganze Staffel, was eine ganz eigene Meta-Ebene entwickelt, sodass BoJack irgendwann, verstärkt durch unsichere Beziehungen und dem Konsum von etwaigen Substanzen,  völlig den Bezug zur Realität verliert und nicht mehr unterscheiden kann, wo der Charakter Philbert aufhört und BoJack anfängt.
Die Macher von BoJack Horseman haben erneut eine großartige Staffel gezaubert und ich hoffe dass auf Season 5 von BoJack Horseman noch viele weitere Staffeln folgen werden.

Um nicht nur Netflix Originals in die Liste zu packen: Auch Sons of Anarchy und Vikings verdienen es, erwähnt zu werden. Denn das Biker und Vikinger-Drama habe ich dieses Jahr auch sehr gesuchtet.

Will Arnett, Amy Sedaris, and Rami Malek in BoJack Horseman (2014)
BoJack Horseman als “Philbert”. (Bild: imdb

Videospiele

Dieses Jahr habe ich es im Gegensatz zu 2017 mehr geschafft, mich an den Controller zu setzen. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir Hellblade, ein Indiespiel von Ninja Theory über die junge keltische Kriegerin Senua, die ihren Geliebten aus den Fängen von Hela, der nordischen Totengöttin retten will, um so seiner Seele Frieden zu schenken. Dieser wurde nämlich auf grausamste Art und Weise den Göttern geopfert. Auf ihrer Reise ist Senua nicht allein, ihren Kopf und ihren Geist begleiten unzählige Stimmen, die ihr helfen, sie beruhigen, aber sie auch warnen, beleidigen und ihr Angst machen. Am Ende der Reise muss Senua lernen den Tod ihres Geliebten zu akzeptieren und Friede mit sich selbst zu machen.
Hellblade: Senua’s Sacrifice ist ein einzigartiges und eindringliches Erlebnis, das stellenweise wirklich beklemmend und unglaublich gruselig ist. Trotzdem erzählt es eine tolle Geschichte von einer Kriegerin, die täglich unter ihren Dämonen, ihren Schmerz und ihrer innerlichen Zerrissenheit leidet, was eine Parallele zu all den Menschen im echten Leben bildet, die von psychischen Krankheiten betroffen sind. Ninja Theory hat mit Hellblade etwas großes gewagt und es ist ihnen sehr gut gelungen. (Hier geht’s zum Review).

Auch Far Cry 5 hat mir in diesem Jahr sehr viel Spaß gemacht. Die Far Cry-Reihe gehört zu meinen Guilty Pleasures in Sachen Gaming und auch mit dem 5. Ableger der Reihe habe ich einiges an Zeit verbracht. Hope County im fiktiven Montana in den USA war der ideale Spielplatz für viel Unsinn. Auch die Story, aber vor allem der Soundtrack macht Far Cry 5 zu einem spaßigen und kurzweiligen Spielerlebnis. Zu den besten Spielerfahrungen dieses Jahres gehören aber zwei andere Kandidaten.

Marvel’s Spider-Man

Als jemand der sich im Marvel und Spider-Man Universum mehr schlecht als recht auskennt, hat mich selbst überrascht wie gut Marvel’s Spider-Man bei mir ankam. Oft lege ich bei Spielen mehr Wert auf die Narrative als auf das Gameplay, aber bei Spider-Man hat alles gepasst. Ein Superheld zu sein, hat sich noch nie so gut angefühlt. Peter Parker hat sich unter meiner Kontrolle beschwingt (Wortwitz) durch die Lüfte bewegt, sodass man von dieser Dynamik gar nicht genug bekommen konnte. Auch der Combat war sehr vielseitig und so hat es riesigen Spaß gemacht Spideys Fäuste schwingen zu lassen. Die Story selbst war in ihren Twists vielleicht etwas vorhersehbar, wie es oft bei Marvel der Fall ist, blieb aber dennoch spannend und gefühlvoll bis zur letzten Minute. Lediglich Abzüge gibt es für die Open-World, die zwar wundervoll aussah, aber abgesehen von den Wolkenkratzern eher wie eine Kulisse, als eine belebte und dynamische offene Welt wirkte. Jetzt bleibt mir nur noch die Platin, die DLCs und natürlich ein New Game + Durchlauf! (Und die Review, die ihr hier lesen könnt.)

Red Dead Redemption 2

Zu diesem Spiel bleibt eigentlich gar nicht mehr viel zu sagen, außer dass es nicht nur mein GOTY ist, sondern auch eines der besten Spiele die ich je gespielt habe. Alles in Red Dead Redemption 2 trifft meinen Geschmack und das was ich mir von einem Spiel wünsche. Es ist ruhig, es ist entspannt. Es gibt keine Skilltrees, eine übermäßig große Map, die mit unentdeckten Orten überhäuft wird. Man muss nicht auf sein Level achten oder auf das Level seines Gegners. Die Waffen die man upgraden kann, haben mehr eine kosmetische Wirkung. Die Kleidungsstücke die man trägt, haben keine besonderen Stats oder Vorteile. Das Pferd das du hast ist nicht nur ein lebloser Gegenstand, der dir hilft längere Strecken zu bewältigen. Der hohe Detailgrad lässt einen vergessen, dass alles nur aus zusammengewürfelten Pixel besteht. Die Gefühle und Emotionen, die während der Geschichte entstehen sind aber mehr als nur Pixelbrei und Red Dead Redemption 2 versteht es brillant diese Gefühle zu gipfeln, sodass der Kloß im Hals immer größer wird. So ist die Trauer auch dementsprechend groß, jetzt wo ich das Spiel durchgespielt habe. Ich liebe Arthur Morgan, ich liebe die Welt um ihn herum, ich liebe die vielseitigen Quests, ich liebe den Realitätsanspruch und die entschleunigte Spielweise und ich liebe es, dass das Spiel so lebendig, so real und so greifbar wirkt und das in jeder Ecke der Spielwelt.
Es wird mir fehlen durch die Prärie zu reiten und die packende Story mit Arthur Morgan erleben zu können.

Red Dead Redemption 2. (Bild: Screenshot von Marina)

Was 2019 ansteht

2019 wird ein sehr spannendes Jahr für mich und das nicht nur Gaming-technisch. Dennoch wird es natürlich aber auch diesbezüglich heiß hergehen, denn bereits im Frühjahr erwarten uns viele tolle Titel. Mein Most Wanted ist auf jeden Fall Days Gone, das mit seiner Story in einem Post-Apokalyptischen Amerika ganz mein Ding zu sein scheint. Ich bin sehr gespannt, ob der Titel letztendlich so gut wird, wie ich es mir erhoffe. Auch Metro Exodus steht auf meinem Schirm, obwohl ich die Vorgänger Titel nicht gespielt und auch die Romane nicht gelesen habe. Und ob The Last of Us Part II nicht doch bereits 2019 erscheint, ist jetzt auch noch nicht klar…

Was diese Website hier angeht habe ich mir vorgenommen meine Arbeit etwas strukturierter zu gestalten und besser zu planen, welche Beiträge wann zu erscheinen haben. Ob das funktioniert steht noch in den Sternen, aber ich hätte gerne Monatsübersichten und Vorschauen, die ich auch auf meinem neu angelegten Patreon tiefer verwurzeln kann. Patreon ist eine große Sache für mich und ich möchte diese Seite nächstes Jahr unbedingt mehr ausbauen, coole Inhalte bieten und anderen und vielleicht persönlicheren Content bringen. Aber ihr habt bereits jetzt die Chance Patrönchen zu werden, wenn ihr das wollt, um mich auf dieser kleinen Reise zu begleiten. Ich freue mich auf euch! Hier geht’s zur Seite:  https://www.patreon.com/dieletztevoneuch.

An dieser Stelle wünsche ich allen Lesern, Kollegen und Bloggerfreunden einen guten Rutsch und einen wundervollen Start ins Jahr 2019. Ich freue mich auf alles was uns erwartet und auf all die tollen Geschichten, die wieder über unsere Bildschirme flimmern werden. Bis dahin macht es gut und passt auf euch auf am Silvesterabend!


 

Marina

About Marina

Studiert irgendwas mit Medien. Spielt am liebsten auf der PS4, liebt alles was eine dramatische Story hat, am liebsten aber Games mit bärtigen und grummeligen Männern. Ist auf Twitter am coolsten. Chefin bei dieletztevoneuch.de. PR-Mensch bei GameNotify.

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