Strategiespiele: Warum das Genre liebenswert sein kann

Nachdem wir in dieser Reihe bereits einen Blick auf Genres wie Simulatorenspiele, Indie- oder Retro-Games geworfen haben, folgt ein weiterer Ableger. Diesmal soll es um Strategiespiele gehen und wieso diese liebenswürdig sein können.

Der Artikel stammt von Dustin. Neben den hier aufgezählten Strategiegames verliert er sich auch gerne im Wilden Westen der Red Dead Redemption-Reihe. Zusätzlich arbeitet er in seiner als Redakteur bei der News-Webseite GameNotify. 


Strategiespiele werden von einigen Spielern eher als ein kleines nebensächliches Genre abgestempelt und bekommen keine so große Aufmerksamkeit geschenkt wie zum Beispiel ein Witcher III oder Battlefield, was ziemlich schade ist. Deshalb will ich im folgenden Text erläutern, welche Strategiespiele mir besonders gefallen und warum jeder mal einen Blick in das Genre werfen sollte.

Cities Skylines von Paradox Interactive ist ein Aufbauspiel, bei dem ihr eure eigene Stadt aufbauen und verwalten könnt. Dabei könnt ihr natürlich nicht kreativ drauf los bauen, sondern müsst auf eure Finanzen und dabei auch auf Bildung, Sicherheit, medizinische Versorgung und Müllentsorgung achten. Bei einem neuen Siedlungsbau sollte man ebenfalls darauf schauen, dass diese mit genug Wasser und Elektrizität versorgt wird und eine ordentliche Verbindung zu einer Straße verfügt, die in Cities Skylines sehr schnell mal mit kilometerlangen Staus vollgestopft sind. Deshalb ist hier der Nahtransport in Form von Zügen oder einer Metro Pflicht. Was mir persönlich am Spiel gefällt ist die hohe Komplexität die das Spiel besitzt, zugleich aber auch die kreative Freiheit in der Stadtgestaltung.

Bildergebnis für cities skylines screenshots

Mein zweites Spiel stammt ebenfalls von Paradox Interactive und heißt Europa Universalis IV. Hier schlüpft ihr in die Rolle eines Staates im Jahr 1444 und habt Zeit bis ca. 1800 eure Nation zu Ruhm zu führen (oder eben zum Untergang). Im Prinzip seid ihr frei mit euren Zielen die ihr verfolgen wollt. Ihr seid also der Staat, der sich um ein starkes Militär, Diplomatie, Wirtschaft, Forschung und Innenpolitik befassen muss. Alle dieses Faktoren sind auch mehr oder weniger voneinander abhängig. Ein starkes Militär kann euch mehr Verbündete bringen, gleichzeitig aber auch deutlich weniger Geld, eine starke Forschung verursacht oft eine Vernachlässigung der Innenpolitik. Eins sei aber gesagt: Wer sich nur oberflächlich mit dem Spiel auseinandersetzt, wird hier keine Chance haben. Das Spiel ist sehr kompliziert und man muss einige Zeit investieren, aber wenn man erstmal in der Materie feststeckt, lässt es einen nicht mehr los.

Bildergebnis für Europa Universalis 4

Mein letztes Spiel ist Total War Rome II vom Creative Assembly. Meine 800 Std. Spielzeit sprechen da ganz für sich. Auch hier spielt ihr ein Land, allerdings aus der Antike. Als Rom oder Makedonien könnt ihr hier eure Machtstellung erweitern. Politisch und wirtschaftlich ist das Spiel deutlich einfacher zu managen als Europa Universalis, dennoch liegt die Stärke des Spiels auf dem Schlachtfeld, denn ihr könnt mit eurer eigenen Armee, die aufgerüstet ca. 2000 Mann umfasst, in Echtzeit gegen gegnerische Truppen kämpfen. Die Schlachten die dabei entstehen, sind definitiv sehenswert und auf höherer Schwierigkeitsstufe auch sehr fordernd. Das Spiel hatte zu Release seine Schwächen, hat sich aber im Laufe der Jahre stark zum Besseren entwickelt.

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Es ist klar, dass man dieses Genre mögen muss und weniger ansprechend klingt, als ein Spiel wie The Last of Us, jedoch sollte man diesem Genre eine Chance geben. Die hohe Komplexität die in solch einem Spiel steckt sorgt auch dafür, dass man sich umso mehr damit beschäftigen muss und darauffolgend auch mehr Tiefe bekommt. Vor allem abends, bei einem schönen Kaffee und gemütlicher Atmosphäre, wird jedes Strategiespiel zu einem Genuss.


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