Über die Faszination des Retro-Gaming

[Gastartikel: Von Sven]
Neuer, schneller, besser. Der Spielemarkt boomt. Jeder will 60 FPS, jeder will 4K, jeder will Blockbuster Games.
Weshalb sollte man sich also heutzutage noch, wo Grafik, eine bombenscharfe Inszenierung und möglichst viel „Drum Herum“ so wichtig und essentiell scheint, auf die älteren Klassiker einlassen?
Es schreibt für euch Sven über die Faszination des Retro-Gaming.

Sven betreibt mit quick-save.de seine eigene Seite. Auf dieser schreibt er Artikel mit Themen, die quer durch die bunte Welt der Unterhaltungsmedien gestreut sind. Neben Serien, Filmen und gelegentlichen Produkttests von Soft-,und Hardwares findet man auch Seine Begeisterung für Retro-Spiele wieder. Dabei bleibt er vor allem eins: sachlich, authentisch und gut recherchiert. Für die Leute, die lieber etwas auf die Ohren hätten betreibt er außerdem seinen eigenen Podcast: quick-load.


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Waren Videospiele früher nichts weiter als eine kleine Nische am Rande der Gesellschaft, hat sich das einst kritisch beäugte Phänomen längst etabliert. Gaming ist so populär wie niemals zuvor. Flimmerten damals nur ein paar Pixel über den Röhrenmonitor, erleben wir heutzutage ultrahochauflösende Welten und Charaktere. Anstelle eines quäkenden Lautsprechers genießen wir nun orchestrale Soundtracks, realitätsnahe Geräuschkulissen und vollsynchronisierte Figuren. Nichtsdestotrotz erfreut sich auch das Retro-Gaming immer größerer Beliebtheit. Doch lohnt sich die Reise in die Vergangenheit?

Obwohl Computer und Konsolen die klassischen Gaming-Plattformen vertreten, hat sich das Spielen am Smartphone, insbesondere für Neueinsteiger, längst durchgesetzt. In der Mittagspause, in der Bahn oder im Wartezimmer, das Smartphone ist stets in der Tasche und damit griffbereit um eine Runde Subway Surfers, Candy Crush Saga oder Doodle Jump zu spielen. Im Gegensatz zu Konsolen- oder Computerspielen handelt es sich hierbei oftmals um kurzweilige Spiele, deren Level gemeistert werden sollen. Finanziert werden die kostenlosen Spiele durch Werbung zwischen den Runden. Alternativ kann der Spieler auch Werbefreiheit durch einen entsprechenden In-App-Kauf erlangen.

Mit einem spielerisch ähnlichen Konzept funktionieren die Konsolen- und Handheld-Spiele der 1980er- und frühen 1990er-Jahre. Auch hier muss der Spieler verschiedene Level durchlaufen und seine Fähigkeiten beweisen muss. Da die Spiele aus einer Zeit stammen, in der Gaming tatsächlich noch Neuland gewesen ist, fällt auch hier der Einstieg leicht. Darüber hinaus sind sämtliche Smartphones technisch in der Lage, die alten Systeme zu emulieren und so die Spiele wiederzugeben. Werbung und In-App-Käufe entfallen. Eine echte Alternative also.

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Wer lieber vom Sofa aus spielt, und auch gern tiefer einsteigen möchte, kann sich natürlich auch den originalen Konsolen zuwenden. Diese sind, falls es sich nicht um seltene Sammlerstücke handelt, zu einem vernünftigen Preis zu haben. Gemeinsam mit dem echten Spielgefühl, der Haptik und dem Aussehen werden auch die technischen Eigenarten mitgeliefert, für die der Spieler keine Begeisterung aber zumindest Geduld aufbringen sollte. Einfacher wird es mit den Mini-Nachbauten, die es inzwischen von Nintendo- und Sega-Konsolen, aber auch vom Commodore 64, gibt. Hier sind die Klassiker der Kindheit, oder die, die man verpasst hat, bereits vorinstalliert und können einfach an den Fernseher angeschlossen werden.
Wem die Auswahl nicht gefällt oder aber der reine Spielinhalt ausreicht, kann aber auch einen Emulator auf der aktuellen Konsole oder dem Computer installieren und so die alten Titel spielen.

Gleichwohl wird dabei ein Großteil der potenziellen Leistung der Konsolen verschenkt. Warum nicht also doch lieber die aktuellen Titel spielen? Dank 4K-Auflösung und scharfen, detaillierten Texturen lassen sich inzwischen einzelne Schweißperlen im Gesicht eines Charakters oder Käfer im Gras einer Wiese ausmachen. Auch Effekte wie Explosionen werden immer realistischer. Klangvolle Soundtracks runden das Erlebnis ab. Fast wie in einem aufwendig produzierten Kino-Blockbuster. Mit der einzigen Ausnahme, dass der Spieler seine Figur frei bewegen und so die Welt erkunden kann.

Die virtuelle Welt ist so leicht zugänglich und lässt sich bequem verarbeiten. Allerdings handelt es sich bei aktuellen Spieletiteln, genauso wie bei Filmen, um eine finite Darstellungsform. Es bedarf keiner Interpretation der sichtbaren Welt, da diese ein ersichtliches, einfältiges Bild zeigt. Retrospiele orientieren sich hingegen eher an Büchern. Einzelne Elemente sind weniger detailliert und lassen dem Spieler einen größeren Interpretationsspielraum, es entsteht eine Art Kopfkino, das ein unterschiedliches Verständnis desselben Spiels ermöglicht.
Dazu ein simples Bespiel: im aktuellen Spiel kauft sich ein Mann einen roten Ferrari 488, dessen Motorengeräusche aus den Lautsprechern brüllen. Kein Zweifel, dass dieser Mann viel Geld besitzt. In alten Retrospielen handelt es sich dabei jedoch nur ein rotes Auto mit Stufenheck und einfach Motorengeräuschen. Ob es sich um einen Sportwagen handelt, und ob der Käufer wohlhabend ist, kann der Spieler kontextabhängig selbst interpretieren.

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Des Weiteren haben viele, heute beliebte, Spielereihen ihren Ursprung im vergangenen Jahrtausend. So erschien das erste Grand Theft Auto im Jahr 1997, Need for Speed und Fifa bereits 1994. Nach inzwischen 13 Teilen GTA, 23 Teilen NfS und 33 Teilen Fifa kann eine spannende Entwicklung von gelungenen und gescheiterten Ideen, Funktionen und Mechaniken beobachtet werden. So wurden beispielsweise die ersten beiden GTA-Spiele noch aus der zweidimensionalen Draufsicht gespielt, während in den ersten sechs Need-for-Speed-Teilen anstelle der heute bekannten Tuning-Fahrzeuge noch serienmäßige Sportwagen gefahren wurden.

Neue Spiele verfügen über neue Darstellungsformen und Spielmechaniken, die es in früheren Spielen augenscheinlich nicht gegeben hat. Online-Multiplayer, Open World sowie Augmented und Virtual Reality repräsentieren aktuelle Entwicklungen und sind Kennzeichen für moderne Spiele. Diese Entwicklungen haben allerdings ihren Ursprung tief in der Vergangenheit. Schon als Videospiele noch als Arcade-Automaten in Passagen und Markthallen standen, gab es bereits Open-World-Titel. Zwar war das Erkunden der Umgebung aufgrund der Finanzierungsmethode, dem regelmäßigen Einwurf von Münzen, nicht beabsichtigt und stark von den spielerischen Fähigkeiten abhängig, wurde aber beim Übergang zu den Heimkonsolen berücksichtigt und fand dort schnell Einzug.
Auch Virtual und Augmented Reality sind keine Neuerscheinungen der vergangenen fünf Jahre. Bereits Mitte der 1990er Jahre arbeitete Sony an den Visortron– und Glasstron-Brillen, die damals auch noch für den PC unterstützt worden sind. Nur kurze Zeit später entwickelte Sega mit der Dreameye-Kamera für den Dreamcast eine Augemented-Reality-Kamera, die vor allem in Japan beliebt gewesen ist. Sony folge mit der bekannteren EyeToy-Lösung.

Letztlich sind Spiele Kunstwerke, die auch als solche betrachtet werden müssen. Dazu zählt auch die Einordnung in die jeweilige, zeitliche Epoche, die sich auch durch ihre technischen Möglichkeiten auszeichnet. Umso faszinierender ist es, zu bewundern, wie die beschränkten Möglichkeiten genutzt wurden und welche modern anmutenden Ideen es damals schon gegeben hat. Dem ungeachtet sind die meisten Spiele von damals einfacher und eher auf das Wesentliche konzentriert und bilden damit einen wichtigen Gegenpol zu den umfangreichen und ausgeschmückten, aber teils auch überladenen, Spielen von heute. Ein Blick in die damalige Zeit und die daraus resultierende Entwicklung lohnt sich daher auf jeden Fall.


Findet Sven auf: Twitter Instagram quick-save.de 

Quelle des Titelbilds: Pixabay.com

Social Media – (M) ein Fluch oder Segen?

Es ist April und der Blick auf meine Vorsatzliste von 2018 verrät schon eines: Viel umgesetzt und verändert habe ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Besonders ein essentieller Punkt sticht mir dabei ins Auge. Der Punkt um den es jetzt gehen soll.
Formuliert habe ich es so: „[Stichpunkt] Meine Social Media Erscheinung verbessern“ und der ganz besondere Unterpunkt: „Nur noch Quality-Time damit verbringen und Pausen einlegen.“

Doch was hat das zu bedeuten? Ganz zu Beginn dieses Blogprojektes habe ich einen Artikel geschrieben mit dem Titel „Von Arbeit, Zahlen und dem Drang nach Anerkennung“ (hier nachlesen). Thematisiert habe ich darin unter anderem, wie schwer es ist, seine Arbeit weiter zu verrichten, wenn diese nicht ankommt. Wenn man das Gefühl hat, man arbeitet gegen eine Wand. Es macht Spaß, aber so richtig interessieren tut es niemand. Ist das der Eindruck, den Social Media vermittelt? Teilweise.
Social Media ist ein Phänomen der heutigen Gesellschaft. Jeder kennt es und fast jeder benutzt es. Es wird oft kritisiert als „unwirklich“ und „gar nicht so sozial wie der Name ist“. Und das mag alles stimmen, dennoch muss man differenzieren.
Desweiteren wird Social Media oft mit einer Sucht danach in Verbindung gebracht. Social Media birgt die Gefahr süchtig danach zu werden, diese Theorie wird von vielen „Experten“ unterstützt. Wissenschaftlich anerkannt ist die Sucht nach Social Media zwar noch nicht, aber trotzdem ist das ein wichtiger Punkt.

Inspiriert wurde dieser Artikel von dem Video einer sehr guten deutschen Youtuberin. Ihr Kanal heißt Mirellativegal und in dem  betreffenden Video spricht sie über ihre Erfahrungen mit einem „Social Media Detox“ (wen es interessiert, kann das gerne hier anschauen). Sie spricht darüber, wie sie sich selbst dabei beobachtet hat, oft nur noch am Handy zu hängen und fragt sich ob das die Weise ist, wie sie ihre Zeit verbringen möchte. Daraufhin hat sie sich dazu entschlossen, eine Woche auf Social Media zu verzichten. Ob ein Social Media Detox sinnvoll ist oder nicht, darüber möchte ich  jetzt gar nicht urteilen.
Wie Mirella, ist auch mir bereits aufgefallen, wie oft ich das Telefon in der Hand habe, was auf meinen oben genannten Vorsatz für 2018 zurückführt.
Es kommt nicht selten vor, dass ich eine Serie schaue, oder einen Film oder eine doofe Show im TV und nebenher durch Social Media blättere. Das interessante dabei: Es passiert völlig unbewusst. Im Laufe der Zeit greife ich irgendwann zu meinem Telefon und switche abwechselnd durch drei verschiedene Apps. Das was auf dem TV läuft, dient dann nur als Hintergrundgeräusch. Kurz danach fällt mir das dann auf; Ich bekomme das Gesagte im TV ja gar nicht mit und spule genervt zurück. Ich schaue erneut die Stelle an, setze mich bequem hin und Minuten später erfolgt das gleiche Spektakel. Ich greife unbewusst zum Handy und die angeschaute Sendung wird unwichtig. Wenn es mir dann aber doch mal gelingt, das Telefon für eine Serienfolge wegzulegen, merke ich erstmal wie entspannend es ist, sich einfach nur auf eine Sache zu konzentrieren und wie cool es ist, wenn man die Handlung geistig auch aktiv mitverfolgt.
Wenn ich morgens aufwache, ist das erste was ich tu zum Telefon greifen und durch Twitter zu scrollen. Wenn ich schlafen gehe, mache ich das erst nachdem ich den letzten aktuellen Tweet gelesen habe. Im Bett. Zugedeckt. Eigentlich bereit dazu, schlafen zu gehen. Und so vergeht Stunde um Stunde, in denen ich mich abwechselnd durch Instagram und Twitter lese. Und wenn ich in der Uni sitze, fällt es mir schwer mich auf den Vorlesungsinhalt zu konzentrieren und nicht durch Social Media zu gehen. Meistens ist es nur das schlechte Wlan, das mich davon abhält. Ist es jetzt nun eine Sucht? Langweile? Angst etwas zu verpassen? Oder schlichtweg Gewohnheit?

Mein Handy ist immer in Reichweite. Ich bin nervös wenn es nicht da ist, genauso wie ich nervös bin, wenn ich ohne Zigaretten aus dem Haus gehe.
Nicht weil ich Kettenraucher bin und oft eine rauchen muss, sondern einfach nur weil mich das Wissen, dass die da sind, beruhigt. Wie mit den Zigaretten habe ich auch mit dem Telefon eine Art Absicherung. Die Sicherheit eine Möglichkeit zu haben, mich in emotional schwierigen Situationen, ablenken zu könnnen.
Mich beruhigt es das Telefon greifbar zu haben und wenn ich längere Zeit nicht draufgeschaut habe, habe ich automatisch die Befürchtung, gar Angst, eine Hiobsbotschaft in Form eines Tweets oder WhatsApp vorzufinden.
Ich neige zu obsessiven Verhaltensweisen. Ob mit Suchtmitteln, realen Personen oder fiktionalen Charakteren und  Geschichten – selten kann ich etwas entspannt genießen. Entspannt sein ist hier das Stichwort, so richtig entspannt bin ich nie. Ich bin eine nervöse Person, kann selten still sitzen und fummele immer an irgendwelchen Gegenständen herum. Kompensationsverhalten? Wahrscheinlich. Nicht regelmäßig auf’s Telefon schauen zu können, um zu checken ob immer noch alles okay in der Welt ist, kein Reissack in China umgefallen ist, meine Lieblingsschauspieler immer noch atmen und die Apokalypse noch nicht ausgebrochen ist, macht mich noch nervöser. Alles deutet also auf eine Social Media Sucht hin, oder?
Erstaunlicherweise geht es aber auch anders. Aus purem Trotz wegen einer privaten Situation war ich tatsächlich schonmal im Stande, eine knappe Woche das Telefon ausgeschaltet gehabt zu haben. Fairerweise muss man dazu sagen, dass ich über meine Social Media Kanäle für „Internet-Freunde“ via des Laptops immer noch erreichbar war.
Vielleicht ist das Geheimnis einfach das: Man muss nicht strikt mit sich umgehen und sagen, es wäre besser wenn man Social Media gar nicht mehr benutzt.
Pausen sind hier das Stichwort. Es tut gut, einfach mal fünf gerade sein zu lassen und alle eingehenden Nachrichten und Tweets zu ignorieren. Sei es nur für eine Serienfolge lang.

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Neben dem Stress-Faktor, bietet Social Media gleichzeitig aber auch etwas, was man so sonst wenig vorfindet. Social Media fungiert wie die Schranktür zu Narnia. Mit nur einem Klick betritt man eine sonst verborgene Welt.
Eine eigene Welt, eine Welt mit Thematiken, die mich wirklich interessieren. Durch und in Social Media kann ich so leben wie mir das gefällt und mich so ausdrücken, wie mir das gefällt. Ich kann Inhalte teilen, die mir gefallen und selbst Inhalte kreieren, die mir gefallen. Es gibt so gut wie keine Grenzen und in Social Media kann jeder das sein und das erschaffen, was er möchte. Es bietet eine Plattform sich kreativ auszuleben und den Support zu bekommen, den man im wahren Leben oft schmerzlich vermisst. Wie oft haben mir Internet-Freunde über Social Media gut zugesprochen und das geschafft, wo reale Freunde versagen? Trotz all den negativen Punkten, sollten wir froh sein, dass wir Social Media und die Freiheit, die diese Netzwerke mit sich bringen, haben. Und deshalb benutze ich Social Media auch so gerne.

Im gleichen Atemzug frage ich mich aber auch, wieso so ein Punkt wie „Mein Erscheinungsbild in Social Media verbessern“ es auf meine To-Do Liste für 2018 geschafft hat. Ich verbringe schon so viel Zeit damit, sinnlos durch Instagram und Twitter zu scrollen und die Tatsache, dass ich mir damit noch zusätzlich selber Druck mache, macht nichts besser. Das ist genau das Thema aus meinem oben genannten alten Artikel.
Die traurige Wahrheit ist, dass Zahlen das Leben bestimmen. Zahlen bestimmen mein Leben. Ob Follower-Zahlen, die Zahl auf der Wage, die Like-Zahl unter Posts oder die Klick-Zahl meiner Artikel hier. Selbst die Zahl auf der Uhr hat einen immensen Einfluss auf mein Stress-Level. Doch im Endeffekt ist es immer das gleiche Motto. Wenn dir etwas Spaß macht, dann mach es. Egal wie viel Leute es lesen, sehen oder liken. Und wenn dir etwas keinen Spaß macht, es dich bedrückt, dich halb wahnsinnig macht: dann lass es. Das ist es nicht wert.
Artikel zu schreiben, Tweets zu senden oder Bilder zu veröffentlichen, macht mir Spaß und ist ein Teil meines Lebens. Deshalb hoffe ich auch, dass ich niemals damit aufhören werde, sind die Dämonen auch noch so groß.

Eine weitere Youtuberin, Malwanne, hat Ende März ein anderes Video veröffentlicht, ein anderes Video über Instagram und weshalb sie dieses löscht (Schaut mal rein). Sie spricht davon, dass sie es satt hat, in dieser Scheinwelt zu leben, die Instagram verkörpert. Sie selbst hat die Erfahrung gemacht, dass sie sich irgendwann nur noch unter Druck gesetzt hat, rein perfekte Bilder von sich selbst und ihrem „perfekten“ Leben zu posten. Sie spricht auch darüber, wie schlimm das ist, dass jede zweite Instagram Story aus einem Sponsoring besteht. Explizit sagt sie wieso es einen überhaupt interessiert, „was Rapper XY“ macht.
Das stimmt alles. Instagram hat den Ruf, besonders oberflächlich zu sein. Schaut man auf die Profile von deutschen Influencern, bekommt man schnell den Eindruck, dass diese ein perfektes Leben leben und man selbst nur ein kleiner Wurm ist. Gestellte Fotos mit bearbeiteten Körpern sind ätzend. Es ist ätzend sich selbst anzuschauen und sich zu fragen: Wieso lebe ich nicht so? Wieso sehe ich nicht so aus?  Wieso fliege ich nicht gerade auf die Malediven?
Es ist sehr wichtig, dass man sich immer wieder darauf besinnt, dass die ganzen „Influencer“ auch nicht DAS eine perfekte Leben haben. Bitte kommt euch nicht kleiner vor, als ihr seid. Und wenn ihr merkt, dass euch die Posts nicht gut tun, dann entfolgt den Menschen.
Ich nutze Social Media für das, was Social Media sein soll. Informationsbeschaffung und freie Contentgestaltung. Selbstbestimmung ist wichtig. Ihr bestimmt, was ihr sehen wollt. Und deshalb kann man kein Netzwerk anklagen, besonders oberflächlich oder „fake“ zu sein. Eine bestimmte Plattform bekommen Sachen wie Influencer-Marketing (Die Tatsache, dass diese Form von Marketing nicht zwingend nur schlecht sein muss, würde jetzt den Rahmen sprengen) auch nur, wenn diesen Sachen eben eine Plattform geboten wird. Ihr entscheidet das.

Ich sehe nur, was mir wichtig ist. In meinem Fall wird mein Instagram von Bildern von Fandoms wie The Walking Dead dominiert. Oder von Schauspielern, die ich gerne hab und gerne verfolge. Weil diese Leute mich inspirieren. Weil diese Leute mich motivieren. Von diesen Menschen will ich sehen, was sie tun. Ich habe ein Gefühl dafür bekommen, welche Inhalte für mich toxisch sind und welche nicht. Von skandalösen Influencer-Postings bekomme ich meistens nur über die Twittertrends was mit. Fitnessblogs folge ich kaum, weil mir die Darstellung der weiblichen Körper da nicht gut tut und wenn eine Person aus meinem realen Umfelt mich negativ beeinflusst, dann schalte ich diese stumm. Dieses Recht nehme ich mir, aus reinem Selbstschutz. Und das ist wichtig. Ihr müsst auf euch selbst aufpassen.
Es ist völlig okay, dass ihr euch von Leuten inspirieren lasst. Da liegt nicht der Fehler. Gefährlich wird es, wenn diese Inspiration ins Negative umschlägt und ihr verbissen einem Ideal hinterher jagt, das ihr so wahrscheinlich nie erreichen werdet (Es ist noch wichtig dazu zu sagen, dass ihr das auch nicht müsst. Wenn ihr eine Sache aktiv verfolgt und es euch motiviert da dran zu bleiben, dann steht es euch frei das auch zu tun. Aber nicht weil ein anderer den ihr toll findet das auch tut. Sondern weil ihr es für euer Leben und euch selbst macht.)
Es ist wichtig, Social Media für Inhalte zu benutzen, die euch bereichern, euch persönlich weiterbringen, euch positiv inspirieren. Nicht das toxische Gegenteil.
In einer „Filterblase“ zu leben ist okay, wenn es einem gut tut.
Social Media ist nicht dazu da, über den Tellerrand zu schauen.

Passt auf euch auf. Nutzt Social Media, wenn ihr das wollt. Lasst es, wenn ihr das wollt. Guckt euch Bilder von perfekten Modeln an, lasst es wenn euch unter Druck setzt. Macht Pausen. Hängt nicht dauernd am Telefon. Versucht auch so das Leben zu genießen.
Alles in Maßen. Nur so macht Social Media Spaß und nur so kann Social Media das Potenzial ausleben, das es hat.


Ich weiß es ist schäbig, über so ein Thema zu schreiben und gleichzeitig Werbung für die eigenen Accounts zu machen. Ich schäme mich. Trotzdem könnt ihr, wenn ihr wollt, gerne auf den Kanälen vorbeischauen.. Ich freu mich auf euch.

Und guckt gleich mal auf meine Support Seite, wenn ihr wissen wollt, wie ihr mich unterstützen könnt, damit ich weiter Beiträge wie diesen schreiben kann. Insofern ihr ihn mochtet. Danke und fühlt euch umarmt <3

Wie geht es euch mit Social Media? Habt ihr selbst Erfahrungen mit einer Social Media Sucht? Wie geht ihr damit um? Benutzt ihr gerne Social Media? Lasst es mich wissen.

Quelle des Beitragsbilds (Pexels.com) 

Meine Lieblingsfilme 2017!

Ich lasse das Jahr Revue passieren und starte eine Mini-Serie, einen kleinen Rückblick, ein Ranking über die besten Filme, Serien, Spiele oder Sounds die ich dieses Jahr gehört, geschaut oder gespielt habe.
Heute starten wir wir mit der ersten Kategorie: Den besten Filmen 2017.

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Wie das Leben so spielt | La La Land Review

„Here’s to the fools who dream“. Ein Film, für alle die träumen wollen, Inspiration suchen und ganz große Gefühle erleben wollen. Schon jetzt mein Film des Jahres und allgemein einer der besten die ich je gesehen habe: La La Land.  „Wie das Leben so spielt | La La Land Review“ weiterlesen