Game of Thrones Staffel 7, Episode 1 Recap „Drachenstein“

Der Montag jeglicher Seriengucker hat endlich wieder einen Sinn. Game of Thrones ist zurück und lieferte mit der Episode „Drachenstein“ einen starken Auftakt einer nervenaufreibenden Staffel. 

„Leave one wolf alive and the sheep are never safe.“

Diese Szene, noch vor dem Intro gibt einen harten Flashback. Walder Frey gibt vor einer versammelten Mannschaft seiner Leute eine Rede über den Erfolg über die Starks. Es wird Wein ausgeschenkt und triumphiert. Man bekommt dennoch das Gefühl, dass irgendwas faul ist, zumal Walder Frey bereits letzte Staffel in seinem eigenen Heim von Arya ermodet wurde. „Lasse einen Wolf am Leben und die Schafe werden niemals sicher sein.“ Mit diesen Worten gehen Walder Freys Männer zu Boden, vergiftet von Wein und Arya ganz nach der Manier des gesichtslosen Gottes, nimmt Walders Gesicht ab und spaziert stolz und selbstzufrieden über ihr Werk durch die Halle mit den Leichenbergen. Sie hat die letzten Freys erfolgreich zunichte gemacht und so ihren Bruder und Mutter gerächt. Ganz im Stil der roten Hochzeit.

Weiter südlich in King’s Landing, bahnt sich derweil ein neues Drama an. Cersei, die sich scheinbar komplett vom Tod ihres jüngsten Sohnes erholt hat und als kälter denn je erscheint, plant Krieg. Doch sie hat keine Männer und von den sieben Königslanden sind, wie Jamie so schön sagt „höchstens noch drei übrig.“ Doch Cersei hat einen Plan, von dem Jamie nicht wirklich begeistert ist.
Der Plan ist eher eine einzelne Person:  Euron Greyjoy. Dieser taucht in King’s Landing auf und bietet ihr eine große Kriegsflotte an, im Gegenzug dazu solle Cersei ihn ehelichen. Wo Euron Greyjoy letzte Staffel noch ein wahrliches Ekel war, wird uns hier eine neuere Version seinerseits präsentiert, die man bei etlichen Villains schon irgendwie mal gesehen hat. Gut gekleidet, charmant, witzig und mit einer zu großen Portion Selbstüberschätzung versucht er die Königin von sich zu überzeugen. Er verlässt King’s Landing mit dem Versprechen, ein einzigartiges Geschenk für sie zu finden, um sie völlig für sich und seine Pläne gewinnen zu können.

Auf der anderen Seite der Karte, in Winterfell sitzt ein frisch gebackener König auf seinem Thron, seine Schwester an seiner Seite. So schön das Wiedersehen zwischen Sansa und Jon war, in Sachen Politik sind sie sich nicht einig. Jon, ganz der Ehrenmann nach seines vermeintlichen Vaters Lord Stark während Sansa viel von ihrer Zeit mit Cersei und Petyr Baelish gelernt zu haben scheint, was manipulatives Verhalten betrifft.

Noch weiter nördlich kommen Bran und Meera an der Schwarzen Festung an. Sie treffen auf Dolorous Edd und Bran versucht zu beweisen, dass er ein Stark ist um aufgenommen zu werden, was ihm durch seines Wissens dann auch gelingt.

In der Zitadelle arbeitet derweil Samwell Tarly verbissen daran, zum Maester aufzusteigen, doch momentan besteht sein Leben, gezeigt in einer grandiosen Montage, mehr aus Suppe ausschenken, Latrinen schruppen und Nachttöpfe ausleeren. Falls ihr jemals denkt, euer Leben sei beschissen, dann besinnt euch wieder: Er hat ein weitaus schlimmeres. Was viele „Harry Potter“ Fans vielleicht aufschauen lässt: Auch die Bibliothek der Zitadelle hat eine verbotene Sektion, wo Bücher abgeschlossen sind. Sam stielt dann aber den Schlüssel dazu und beginnt seine Studien, mit dem Ziel die weißen Wanderer besiegen zu können. Er entdeckt daraufhin dass die Burg Drachenstein, ehemaliges Heim von Stannis Baratheon, eine unterirdische Mine voll mit Drachenglas besitzt, was essentiell für Waffen gegen die kalte Bedrohung ist.

Der Bluthund hat währendessen in den Riverlands einen ganz anderen Konflikt zu tragen, einen Konflikt mit sich selbst. In Staffel 4 mit Arya hat er einen Wirt ausgeraubt, der ihnen geholfen hatte mit den Worten „Sie werden eh verhungern“, wofür Arya ihn hasste. Der Wirt und seine Tochter wurden vom Bluthund und Thoros dann wirklich tot aufgefunden, sie haben sich umgebracht um einen Hungertod zu vermeiden. Dieser Fund führte zu einer Debatte über Tod, Wiederauferstehung, Gott und der Theodiezee-Frage mit Beric Dondarrion, der bereits sechs Mal vom Tod auferstand und so Jon Snow weitaus überholt hat. Der Bluthund will wissen, weshalb Beric gerettet wurde und wirklich guten Menschen wie der Wirtsfamilie solch schlimmen Dinge wiederfahren müssen. Der Bluthund hat sich seit Staffel 4 sehr verändert und so wurde dieser starke Dialog in einer ohnehin schon dialogstarken Folge, zu einem der Besten.

Wo Sam Tarly erst noch drüber liest, ist eine ganz andere Mannschaft schon dort: In Drachenstein. In einer mit grandioser Musik unterlegten Szene wandert die Khaleesi mit ihren Gefolgsleuten samt Tyrion durch die Mauern, bleibt schließlich vor einem hölzernen Tisch stehen und fragt, kurz bevor die Endcredits rollen: „Wollen wir anfangen?“

Und ja. Ja, das wollen wir.

Lieblingsmomente:
  • Lord Eddard von Sheeran. In seinem Kurzauftritt als Lannister trifft Ed Sheeran auf eine Arya, die durch die Wälder streift. Sie gesellt sich zu den Lannisterleuten, die ihr sofort zu essen und zu trinken anbieten. Auf der Frage wohin sie denn will und warum, antwortet sie läppisch: „Ich will die Königin umbringen.“, worauf sie sich nur Gelächter einhandelt. Wenn die wüssten. Der Moment wo man Ed Sheerans Stimme inmitten der Wälder eine Ballade singen hört (Fun Fact: In den Büchern hat ein betrunkener Tyrion diese gesungen) ist ein absoluter Gänsehautmoment und ich hoffe, dass das ganze Stück in den OST dieser Staffel aufgenommen wird.
  • Kleinfinger und Sansa. Ich liebe die beiden und ihr Zusammenspiel und es war ein Genuss zu sehen, wie Sansa Jons Politik kritisiert, während Petyr im Schatten seine eigenen Pläne schmiedet. Yes, Leute. Ihr gehört zusammen. Heiratet euch oder bringt euch um, mir egal. Aber: Ihr seid großartig.
Schockmomente:

In der Zitadelle läuft Samwell an Zellen vorbei um den Insassen ihr Mahl zu bringen. Plötzlich schnellt ein total schwarzer und kranker Arm aus der Luke hevor und man hört Jorah fragen, ob die Königin bereits angekommen ist. Er meint natürlich die Khaleesi. Um Jorah steht es schlecht, er scheint sich in Quarantäne zu befinden und sein Schicksal ist ungewiss. Wieso hilft dem Mann denn keiner??

Lieblingszitate:

„No need to seize the last word; I’ll assume it was something clever.” – Sansa zu Petyr

“So there’s no punishment for treason and no reward for loyalty” – Sansa zu Jon

„Shall we begin?“ – Daenerys Targaryen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s